Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 02.06.2009 ---

Der private Wassersektor 2009

Private Wasserunternehmen haben in den 1990er Jahren die Wasserversorgung vieler Großstädte im Süden der Welt übernommen, weil die Erwartung war, sie würden große Summen investieren, effizienter arbeiten und eine wirkungsvolle Wasserversorgung aufbauen. Diese Erwartungen haben sich aber nicht erfüllt. Zu diesem Ergebnis kommt die „Public Service International Research Unit“ der Universität von Greenwich.

Die britische Forschungseinrichtung, die sich schon wiederholt mit der Privatisierung des Wassersektors beschäftigt hat, beruft sich in der kritischen Einschätzung auch auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht der Weltbank, nachdem diese in den letzten Jahren immer wieder die Privatisierungspolitik in wirtschaftlich armen Ländern propagiert und durchgesetzt hat.

In dem PSIRU-Bericht „The private sector in water in 2009“ wird am Beispiel der Türkei dargestellt, welche Nachteile die Privatisierung der Wasserversorgung konkret gebracht hat. Außerdem wird argumentiert, dass sich die Privatisierungspolitik nicht einmal für die beteiligten internationalen Konzerne gelohnt hat. Der Aktienkurs von Veolia, einem der beiden größten Akteure auf diesem Markt, ist vom März 2008 bis März 2009 um 70% gefallen. Mittlerweile müssen die beiden französischen Konzerne Veolia und Suez sogar fürchten, ihre Kontrakte in Frankreich selbst zu verlieren, vor allem in Paris.

Ausführlich wird in dem Bericht analysiert, welche Rolle einheimische Konzerne als Betreiber der Wasserversorgung in Ländern des Südens übernehmen können. Auch hier sind die bisherigen Leistungen keineswegs überzeugend, sodass viel dafür spricht, dass dessen die öffentlichen Wasserversorgungsbetriebe zu stärken und effizienter zu machen.

Der PSIRU-Bericht kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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