Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 05.12.2009 ---

Das Thema Klimaflüchtlinge gehört enttabuisiert

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Kurz vor Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen erschien in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „Zeitzeichen“ ein Beitrag von Frank Kürschner-Pelkmann dazu, wie der Klimawandel immer mehr Menschen zwingt, ihre Heimat zu verlassen und welche Konsequenzen dies hat. In dem Beitrag heißt es u.a.:

Verheerende Taifune, Flutkatastrophen, lang anhaltende Dürren und steigende Meeresspiegel werden dazu führen, dass in den nächsten Jahrzehnten viele Küstenregionen überflutet, Steppengebiete verwüstet und Inseln vernichtet werden ... Die Menschen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, werden zu seinen ersten Opfern. Selbst bei einer Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf zwei Grad Celsius, was eine sehr optimistische Prognose ist, werden Ernteerträge und Bruttosozialprodukt im Süden der Welt in den nächsten Jahrzehnten drastisch sinken.

Die Folgen des Klimawandels können nicht isoliert gesehen werden von anderen globalen Problemen:

Der Klimawandel verstärkt ohnehin bestehende ökonomische, soziale und ökologische Probleme in armen Regionen der Welt und wird noch mehr Menschen veranlassen, dort ihre wenige Habe zu packen, wo sie gar nicht mehr oder nur in großem Elend leben können. Die meisten dieser Menschen werden nach Einschätzung der Weltbank innerhalb ihrer Heimatländer bleiben und vor allem in die großen Städte ziehen.

Dabei lebt schon heute bereits die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, 2050 werden es voraussichtlich etwa 70 Prozent sein. Da zahlreiche große Städte im Süden der Welt an Meeresküsten und in Flussdeltagebieten liegen, wo sie besonders stark steigendem Meeresspiegel, extremen Stürmen sowie Flutwellen ausgesetzt sind, ist zu fürchten, dass der Klimawandel die Flüchtlings dort bald einholen wird.

In dem Beitrag in „Zeitzeichen“ wird dargestellt, dass die durch den Klimawandel wesentlich mitverursachte Migration von mehreren Hundert Millionen Menschen die politische und soziale Instabilität in vielen Entwicklungsländern erhöhen wird. Verknüpft damit wird es zu einer Verschärfung der Konflikte um die verbliebenen Ressourcen kommen, insbesondere Wasser und fruchtbares Land.

Deshalb sind dringend Schritte zur Begrenzung des globalen Klimawandels und zur Anpassung an den bereits nicht mehr zu verhindernden Umfang der Klimaveränderungen erforderlich. Die wirtschaftlich armen Staaten der Welt brauchen hierfür dringend Unterstützung. Frank Kürschner-Pelkmann schreibt weiter:

Angesichts des Klimawandels ist es dringend erforderlich, die Gesellschaften in aller Welt ökonomisch, sozial und politisch stabil, gewissermaßen sturmfest, zu machen. Denn je instabiler eine Gesellschaft ist, desto verheerender wirken sich extreme Wetterereignisse aus ... Im Süden der Welt wird es darauf ankommen, politisch und sozial so stabile Staaten aufzubauen und zu festigen, dass durch den Klimawandel verursachte Katastrophen nicht zur teilweisen oder gänzlichen Auflösung dieser Staaten führen.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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