Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 03.03.2010 ---

„Schlacht ums Wasser“

Titelseite der Zeitschrift

Angesichts wachsender Kritik an der Privatisierung von Wasserversorgungsbetrieben in vielen Teilen der Welt reagieren internationale Wasserkonzerne sehr empfindlich. Das musste, so berichtet die Zeitschrift „M - Menschen machen Medien“, ein deutsches Filmteam in Frankreich erleben:

Zusammen mit Danielle Mitterrand betreten Herdolor Lorenz und sein Produktionsteam den Empfang im Parc des Expositions im Norden von Paris. Die Frau des damaligen französischen Staatspräsidenten protegiert die Dreharbeiten für Lorenz aktuellen Film in Frankreich. Mit angewinkelter Kamera nähern sie sich dem Informationsstand des Wasserkonzerns Suez. Eingeladen hat die Pariser Stadtregierung. Gesponsert wird die Veranstaltung vom Wasserkonzern. Kaum werden sie von den Suez-Mitarbeitern gesichtet, kommen diese ihnen auch schon zielstrebig entgegen. !Sie sind Herdolor Lorenz. Was sie machen ist Krieg!“, ruft einer der Männer und schlägt Lorenz mit der geballten Faust ins Gesicht. Die folgenden Handgreiflichkeiten der beiden Manager aus der unteren Führungsriege des Unternehmens können als Einzelaktion verstanden werden, dennoch offenbaren sie, welche Stimmung im Konzern gegen das Filmteam herrscht.

Das Team von KernFilm hatte vor drei Jahren den Film „Wasser unter dem Hammer“ für den NDR produziert, der sich kritisch mit der Arbeit internationaler Wasserkonzerne auseinandersetzt. Der Film wurde in sieben Sprachen übersetzt und erhielt bei verschiedenen Filmfestivals Preise.

Titel des neuen Films

Gegenwärtig arbeitet KernFilm an einem neuen Film über die Privatisierung des Wassers. Die Produktion „Water makes money“ soll die europäische Dimension des Privatisierungspolitik darstellen. In der Ausgabe 1-2/2010 der Zeitschrift „M“, die von der Gewerkschaft Ver.di herausgeben wird, heißt es zu den Inhalten des Films:

Vor allem in Frankreich, wo die beiden großen Wasserkonzerne Veolia und Suez ihre Firmensitze haben, gibt es eine rege Debatte über die Privatisierungspolitik bei der Wasserversorgung. Angeheizt wurde die Diskussion durch das Buch „L'eau des multinationales“ von Jean-Luc Touly, ehemaliges Vorstandsmitglied von Veolia. Touly zeigt in dem Buch die Fehlentwicklungen bei seinem ehemaligen Arbeitgeber auf. Unter anderem wirft er Veolia vor, ihm Bestechungsgelder von über einer Million Euro angeboten zu haben.

Finanziert wird die Filmproduktion durch zahlreiche private Spendern und Organisationen wie Attac, BUND und Ver.di-Fachgruppe Ver- und Entsorgung. Den vollständigen Zeitschriftenbeitrag finden Sie auf der Website der Zeitschrift „M“ unter mmm.verdi.de.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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