Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 10.10.2011 ---

Eine-Welt-Presse zum Thema "Humanitäre Hilfe"

Titelseite der Zeitung

„Als humanitäre Helferinnen und Helfer können wir das Leiden der Menschen nicht beenden, aber wir müssen unermüdlich mehr dafür tun, es in Grenzen zu halten.“ So hat Catharine Bragg die Arbeit derer beschrieben, die nach Naturkatastrophen und in Kriegen und Bürgerkriegen helfen. Sie ist Stellvertretende UN-Nothilfekoordinatorin und sprach am 15. Juni 2011 bei einer Pressekonferenz über die erschütternde Situation von 1,7 Millionen Flüchtlingen in der Demokratischen Republik Kongo. Diese Aussage stellte Frank Kürschner-Pelkmann an den Anfang eines Überblicksbeitrags der Zeitung "Eine-Welt-Presse" der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen mit dem Themenschwerpunkt "Humanitäre Hilfe". Er schreibt hierzu:

„Wo fehlende Straßen und häufige Überfälle jede Hilfsaktion äußerst schwierig und gefährlich machen und seit Jahrzehnten katastrophale Verhältnisse herrschen, wird man bescheiden bei der Bestimmung der Ziele humanitärer Hilfe. Neben Katastrophen mit spektakulären Ereignissen wie der Überflutung ganzer Landstriche gibt es viele katastrophale Entwicklungen, die ganz langsam, fast unmerklich vor sich gehen. Wenn die Wüste jedes Jahrzehnt einige Kilometer vordringt oder ein Flussdeltagebiet wegen des steigenden Meeresspiegels allmählich kleiner wird, hat das für die betroffenen Menschen katastrophale Folgen, und sie brauchen über einen längeren Zeitraum humanitäre Hilfe. Auch die Millionen Menschen, die durch die Katastrophen unter Hunger und Mangelernährung leiden, brauchen dringend Unterstützung.“

Weltweit nimmt die Zahl der Taifune, Flutwellen und lang anhaltenden Dürren als Folge des globalen Klimawandels ständig zu - und damit auch der Bedarf an humanitärer Hilfe. Bereits 2010 wurden 373 Naturkatastrophen gezählt, bei denen fast 300.000 Menschen ums Leben kamen. Der materielle Schaden belief sich auf 109 Milliarden Dollar. Neben den Naturkatastrophen erfordern auch Kriege, Bürgerkriege und Epidemien humanitäre Hilfsaktionen.

Gefahren für die Helferinnen und Helfer

Die aktuelle Ausgabe der "Eine-Welt-Presse" beschäftigt sich mit diesen Katastrophen, die zunehmend als Folgen des Klimawandels und schwacher Staaten angesehen werden können und neben der Zivilbevölkerung auch die Helferinnen und Helfer großen Gefahren aussetzen. Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos sagte zu diesen Gefahren in einem Interview der Zeitung:

„Es war immer schon gefährlich, humanitäre Hilfe in Konfliktgebieten zu leisten. Aber über lange Zeit war es die größte Sorge, nicht ins Kreuzfeuer zu geraten. Heute sind die Vereinten Nationen, humanitäre Helfer und Organisationen häufig selbst zu Zielen geworden, manchmal aus politischen Gründen, manchmal deshalb, weil sie mehr Geld und Ressourcen besitzen als die Gemeinschaften, in denen sie arbeiten.

In der Vergangenheit unterstützten humanitäre Helfer die Zivilisten, die zwischen zwei kriegführende Armeen geraten waren. Heute arbeiten wir meist in Ländern, die in Bürgerkriege geraten sind und von Milizen überrannt werden, die nicht selten kaum Disziplin besitzen. Es wird zu-nehmend schwerer zu klären, mit wem wir reden sollten, um Sicherheit für uns zu erlangen.“

Nothilfe allein reicht nicht

Die Autorinnen und Autoren der Zeitung untersuchen die Folgen der wachsenden Zahl der Katastrophen für die Menschen weltweit. Ziel der verschiedenen Hilfsorganisationen ist der nachhaltige Wiederaufbau sowie der Schutz vor zukünftigen Katastrophen, beispielsweise in den von einem Erdbeben zerstörten Gebieten Haitis oder in den von Fluten bedrohten Gebieten Bangladeschs.

Weitere Informationen über die Zeitung und die Möglichkeit, sie herunterzuladen, finden Sie auf der Website www.dgvn.de.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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