Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 29.07.2014 ---

Nachhaltige Wassernutzung

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„Gerade beim sorgsamen Umgang mit der Lebensgrundlage Wasser können sich die Initiativen einzelner Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen und Regierungen ergänzen. Individuelle Bemühungen zum Wassersparen und zur Verminderung der Belastung des Wassers mit Schadstoffen (etwa durch Ökowaschmittel) bleiben der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, wenn nicht gleichzeitig umfassende politische und wirtschaftliche Konzepte zum sorgsamen Umgang mit dem Wasser verwirklicht werden. Umgekehrt bedarf die Durchsetzung einer nachhaltigen nationalen Wasserpolitik auch des überzeugenden persönlichen Umgangs mit der knappen Ressource. Es kommt auf jede Initiative zum sorgsamen Umgang mit der Lebensgrundlage Wasser an - von der Spartaste an der Toilettenspülung über den Schutz großer grenzüberschreitender Flusseinzugsgebiete bis hin zur Erhöhung der Wassereffizienz in der Wirtschaft.“

Dies schreibt Frank Kürschner-Pelkmann in einem Beitrag über "Nachhaltige Wassernutzung" in der aktuellen Ausgabe der Beilage "Aus Politik und Zeitgeschichte" der Wochenzeitung "Das Parlament". Die Beilage der Ausgabe 31-32/2014 hat das Thema "Nachhaltigkeit".

In mehreren Beiträgen wird diskutiert, wie sich der Begriff "Nachhaltigkeit" in der politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Debatte so stark durchgesetzt hat, dass überall eine nachhaltige Entwicklung postuliert wird. Aber das sollte nicht zum Verzicht auf das Ziel einer wirklichen Nachhaltigkeit führen, Johannes Piepenbrink, der verantwortliche Redakteur der Beilage, schreibt im Editorial:

„Während sich Nachhaltigkeit als politischer Grundwert also durchgesetzt zu haben scheint, droht der inflationäre Gebrauch des Schlagwortes seinen Gehalt zu verwässern. Wie viele natürliche Ressourcen ist der Begriff selbst übernutzt - eine sparsamere Verwendung und ein bewusstes Hinhören, wenn er benutzt wird, täten sicher gut.“

Wassersparen macht weiterhin Sinn

In seinem Beitrag über nachhaltige Wassernutzung beschäftigt sich Frank Kürschner-Pelkmann zunächst mit der Frage, ob Wassersparen bei uns noch nötig ist und warnt vor einer vorschnellen Aufgabe dieses Ziels. In Ländern, die unter akuter Wasserknappheit leiden, ist Wassersparen ohnehin ein wichtiges Ziel im Umgang mit dem kostbaren Nass. Neben dem Wasser, das aus dem Hahn kommt, ist überall das "virtuelle Wasser" im Blick zu behalten, also das Wasser, das benötigt wird, um all die Güter zu erzeugen, die wir tagtäglich verbrauchen. Dieser "virtuelle Wasserverbrauch" eines Bundesbürgers beträgt täglich etwa 4.000 Liter. Besonders hoch ist der Wasserverbrauch in der Landwirtschaft, der weltweit bei etwa 70 % des menschlichen Verbrauchs liegt. In diesem Bereich sind besonders hohe Einsparungen möglich, vor allem durch den Einsatz effizienter Bewässerungsmethoden, die gezielt die Wurzeln der Pflanzen mit Wasser versorgen, statt ganze Felder zu überschwemmen. Aber auch in der Industrie und in privaten Haushalten gibt es noch ein großes Potenzial für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wasser. Neben der Reduzierung der genutzten Menge kommt es zunehmend darauf an, die Verschmutzung des Wassers zu vermindern.

Besonders in Ländern mit Wasserknappheit gilt: Jeder Tropfen zählt.

Ein weiteres wichtiges Nachhaltigkeitsthema sind die Staudämme, die inzwischen vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika errichtet werden. Häufig entstehen solche Großprojekte zulasten der lokalen Bevölkerung und der Natur.

In weiteren Abschnitten des Beitrags geht es um die Frage, wie die Wassernutzung der Menschen in Einklang mit dem Wasserbedarf von Pflanzen und Tieren gebracht werden kann und welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Wasserkreisläufe und damit die Verfügbarkeit von Wasser hat.

In dem Beitrag wird deutlich, wie komplex die Fragen der nachhaltigen Wassernutzung sind. Der Autor formuliert als Ziel:

"Menschheit und Natur sollen auch in Zukunft über ausreichend sauberes Wasser verfügen - es zählt daher jeder Tropfen. Nur die Umsetzung umfassender Konzepte nachhaltiger Wassernutzung ist geeignet, die globalen, nationalen und regionalen Wasserprobleme zu lösen."

Das Heft "Nachhaltigkeit" der Beilage "Aus Politik und Zeitgeschichte" kann als pdf-Datei heruntergeladen, online gelesen oder als gedrucktes Exemplar bestellt werden.

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