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aktuelles --- 22.09.2005 ---

Rückschlag für Coca-Cola in Indien

Coca-Cola musste am 19. September 2005 die Produktion von Softdrinks und Flaschenwasser in Plachimada im Bundesstaat Kerala einstellen, die sie kaum zwei Wochen vorher wieder aufgenommen hatte. Dem amerikanischen Konzern wird seit Jahren vorgeworfen, so viel Grundwasser zu nutzen, dass die Brunnen der Bauernfamilien in den benachbarten Dörfern trocken gefallen sind. Es hat wiederholt Protestdemonstrationen gegen den übermäßigen Wasserverbrauch durch Coca-Cola in Plachimada gegeben, ebenso gerichtliche Auseinandersetzungen. Seit März 2004 war die Produktion aufgrund der Proteste der lokalen Bevölkerung unterbrochen worden. Neben der Frage der Übernutzung der Grundwasservorkommen geht es bei dem Konflikt auch um die Belastung des Abwassers der Fabrik. Der Versuch, die Produktion ohne staatliche Genehmigung wieder aufzunehmen, ist nun durch ein Verbot der Umweltbehörde von Kerala gescheitert. Auch in der Umgebung anderer Coca-Cola-Fabriken in Indien regt sich Widerstand. Der Absatz des Konzerns in Indien ist im zweiten Quartal 2005 um 14% gesunken.

Weitere Informationen: www.indiaresource.org

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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