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aktuelles --- 27.09.2005 ---

Wasser soll nicht zur Handelsware verkommen

Unter dieser Überschrift veröffentlichte die „Backnanger Kreiszeitung“ am 24. September 2005 einen Beitrag über die württembergische Gemeinde Weissach im Tal. In dem Beitrag heißt es: „Der Gemeinderat lehnt die Privatisierung oder Liberalisierung der Wasserversorgung ab. Wasser sei ein elementares Gut und dürfe nicht zur Handelsware verkommen, waren sich die Mitglieder des Gremiums am Donnerstag einig. Sie bekräftigten ihren Willen, dass die Wasserversorgung in Weissach in kommunaler Hand bleibt.“

Der Gemeinderat unterstützte damit ausdrücklich den Zweckverband Wasserversorgung Nordost-Württemberg (NOW), der sich in der Vergangenheit bereits mehrfach entschieden gegen Liberalisierungstendenzen zur Wehr gesetzt hatte. Als Referent erläuterte der NOW-Geschäftsführer Gerhard Leupold, dass die großen Stromversorger ein Auge auf den Wassermarkt geworfen hätten. Der Kampf um den Milliardenmarkt sei weltweit in vollem Gange. Eine Freigabe gehe jedoch an die kommunale Substanz. Noch befänden sich 90% der Wasserbetriebe in kommunaler Hand, so auch in Weissach. Der Ort sei ein gutes Beispiel dafür, was Kommunen leisten können.

Es heißt in dem Beitrag dann weiter: „Damit rannte er offene Türen ein. Erich Hägele (CDU) forderte, für die kommunale Wasserversorgung auf die Barrikaden zu gehen. Gleichzeitig prangerte Bernd Hecktor (Liste Weissacher Bürger) die Töne der Neoliberalen an, die nichts anderes als das alte Lied der Profitgier darstellten. Irmgard Hestler (SPD) mahnte, das Wasser als wichtigstes Nahrungsmittel dürfe nicht als Spekulationsobjekt dienen, und Ilse Bitzer (Unabhängige Bürgerliste) beklagte, dass die kommunalen Versorger bislang nicht genügend Widerstand leisteten. Da hakte auch Bürgermeister Rainer Deuschle ein: Es gelte, einen Flächenbrand gegen die Privatisierung zu entwickeln. Zugleich forderte er die politischen Mandatsträger auf, nicht mit gespaltener Zunge zu sprechen in den Kommunen so, in Brüssel anders.“

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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