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aktuelles --- 30.10.2005 ---

Mitterrands Witwe: Wasser statt Waffen

Menschen schöpfen Wasser aus einem Brunnen - Kampagnen-Foto und Link zur Stiftung

Danielle Mitterrand, die Witwe des früheren französischen Premierministers Francois Mitterrand, setzt sich in einer Kampagne dafür ein, Rüstungsausgaben zu kürzen und die frei werdenden Mittel dafür einzusetzen, Menschen den Zugang zu Wasser zu sichern. Danielle Mitterrand, die an der Spitze der Stiftung France Libertés (Freies Frankreich) steht, verweist darauf, dass täglich 34.000 Menschen aus Mangel an sauberem Trinkwasser sterben: „Die Rüstungsbudgets der Welt belaufen sich jährlich auf 1.000 Milliarden Dollar. Wir setzen uns dafür ein, dass in den kommenden 15 Jahren jedes Jahr ein Prozent dieses Budgets dafür verwendet wird, um ein wirksames Programm umzusetzen, all jene Orte mit sauberem Wasser zu versorgen, wo die Infrastruktur unzureichend ist.“

Danielle Mitterrand setzt sich dafür ein, dass Wasser ebenso wie die Luft für alle frei zugänglich sein soll. Sie will nicht, dass Wasser in das Eigentum Einzelner gerät und wie eine Ware gehandelt wird. Allein in Frankreich, wo große Teile der Wasserversorgung privatisiert sind, gebe es jedes Jahr etwa 100.000 Fälle, wo der Wasseranschluss wegen der ausstehenden Bezahlung von Wasserrechnungen gekappt wird. Die engagierte Umweltschützerin betont: „Es ist offenkundig, dass die Privatisierung, die Wasser in eine Ware verwandelt, das Ziel verfolgt, einen Profit zu machen und dass dabei nur sehr selten Rücksicht auf die Interessen der Gesellschaft genommen wird.“ Sie setzt sich dafür ein, dass das Recht auf Wasser wie in Uruguay in alle Verfassungen der Welt aufgenommen wird.

Die Stiftung „France Libertés“ finanziert Wasserprojekte von Mali bis Bolivien, u. a. Vorhaben zum Bau von Brunnen und zum Anlegen von Bewässerungssystemen. Ende September 2005 startete die Stiftung eine Anzeigenkampagne, die auf die Wassernot in vielen Teilen der Welt aufmerksam machen und entschiedene Schritte zur Überwindung dieser Krise einfordern soll. In Anzeigen setzt die Kampagne sich für das Recht auf Wasser („Le droit de l’eau“) ein.

Stiftung „France Libertés“:
http://www.france-libertes.fr

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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