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aktuelles --- 25.11.2005 ---

Internationales Jahr der Wüsten

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2006 zum Internationalen Jahr der Wüsten und der Wüstenbildung erklärt. Logo International Year of Desers and Desertification

Damit soll auf den Prozess der dramatischen Ausweitung der Wüstengebiete und seine Ursachen aufmerksam gemacht werden.

Es soll aber auch vermittelt werden, welche einzigartigen Kulturen in Wüstenregionen entstanden sind und wie Menschen es seit Jahrtausenden geschafft haben, in diesem Ökosystem in Einklang mit den natürlichen Möglichkeiten zu leben. Der algerische Umweltminister H.E. Cherif Rahmani hat betont, dass es darauf ankomme, „die biologische Vielfalt, das Wissen und die Traditionen jener Gemeinschaften zu bewahren, die in der Wüste leben“.

Nicht die Wüsten sind das globale Problem, sondern ihre rasche Ausbreitung. Für das Internationale Jahr wurde bei einem Wettbewerb ein Signet ausgewählt, das Krishen Maurymoothoo gestaltet hat, ein junger Künstler auf der Insel Mauritius, der sich für die Erhaltung der Umwelt engagiert. Der Baum bildet das schützende Dach und symbolisiert den Kampf gegen die Abholzung. Gleichzeitig ist der Baum ein Zeichen dafür, dass umsichtige Wiederaufforstungsmaßnahmen beim Kampf gegen die Ausbreitung der Wüsten helfen können. Die Dünen in unterschiedlichen Farben stehen für die Vielfalt der Vegetation und des Lebens in der Wüste und am Rande der Wüste. Die Buchstaben IYDD stehen für „International Year of Deserts and Desertification“. Das Y kann als Hand angesehen werden, die das fragile Ökosystem hält und in Erinnerung ruft, wie wichtig Umwelterziehung und die Bewahrung der Umwelt sind.

Etwa ein Fünftel der Erdoberfläche ist mit Wüsten bedeckt. Die Wüsten breiten sich vor allem als Folge der Klimaveränderungen und anderer menschlicher Eingriffe in die Natur aus, etwa die Abholzung von Bäumen und die Zerstörung der Pflanzendecke durch Überweidung in den vegetationsarmen Regionen, die an die Wüsten angrenzen. Weltweit sind 250 Millionen Menschen von der Ausbreitung der Wüsten betroffen. Allein in Afrika haben in den letzten zwei Jahrzehnten etwa 10 Millionen Menschen durch diesen Prozess ihre Lebensgrundlage und ihre Heimat verloren. Viele Jahrtausende alte Kulturen sind durch diesen Vertreibungsprozess bedroht.   

Um diesen Prozess zu stoppen, wurde 1994 die „United Nations Convention to Combat Desertification“ verabschiedet. Seither sind viele Initiativen unternommen worden, um die „Verwüstung“ großer Flächen zu stoppen. Koordiniert wird diese Arbeit durch das Sekretariat der „United Nations Convention to Combat Desertification“ in Bonn.

Weitere Informationen zum Internationalen Jahr: www.unccd.int

Ebenso hat die UNESCO Informationen zusammengestellt:

http://www.unesco.ch/actual-d/internationales_jahr_2006_frame.htm

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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