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aktuelles --- 16.01.2006 ---

Verantwortungsbewusster Umgang mit Regenwasser

Wellenringe durch Regen auf der Wasseroberfläche

Das Umweltbundesamt hat eine Broschüre herausgegeben, die konkrete Hilfe für eine ökologisch verantwortungsbewusste Nutzung von Regenwasser gibt.

In der Broschüre „Versicherung und Nutzung von Regenwasser“ wird zunächst dargestellt, welche Bedeutung das Regenwasser im Wasserkreislauf hat und warum es im Osten Deutschlands deutlich geringere Niederschläge gibt als im Westen. Es heißt dann:

„Der klimatische Wandel wirkt sich auch in Deutschland auf das Niederschlagsgeschehen und den Wasserhaushalt aus. Daher muss mit einer Verstärkung regionaler Engpässe gerechnet werden. Zukünftig ist mit einer verstärkten Abnahme von Niederschlägen auch in Deutschland, besonders in den Sommermonaten sowie das ganze Jahr über in den östlichen Bundesländern zu rechnen.“

Deshalb wird es begrüßt, dass sich der tägliche Prokopfwasserverbrauch von 138 Litern im Jahre 1980 auf heute etwa 127 Liter vermindert hat. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes ist es möglich, durch Einsparmaßnahmen den Verbrauch auf etwa 95 Liter zu vermindern. Negativ ist hingegen einzuschätzen, dass die Bodenversiegelung in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen hat, sodass immer mehr Regenwasser in die Kanalisation fließt und nicht mehr für die lokale Grundwasserbildung zur Verfügung steht. Diese Ableitung des Regenwassers verursacht zudem hohe Kosten und vergrößert das Risiko von Flutkatastrophen an den Flüssen.

Deshalb macht es Sinn, in Kommunen, aber auch auf dem eigenen Grundstück zu überprüfen, wie der Anteil versiegelter Flächen vermindert werden kann, etwa durch die Beseitigung nicht mehr benötigter Parkplatzflächen und die Anlage von Wegen und Parkplätzen mit Belägen, die das Versickern von Regenwasser ermöglichen. Nützlich ist auch das Sammeln von Regenwasser für die Gartenbewässerung.

Ausführlich werden in der Broschüre ökologische, ökonomische und hygienische Vor- und Nachteile von Regenwassernutzungsanlagen dargestellt. Es wird deutlich, dass die Nutzung von Regenwasser für die Toilettenspülung mit entsprechenden Anlagen, die regelmäßig gewartet werden, hygienisch unbedenklich möglich ist. Solche Anlagen rechnen sich allerdings nicht, weil der Wasserverbrauch dafür nicht ausreicht. Nutzt man das gereinigte Regenwasser aber zusätzlich für das Wäschewaschen, sind erheblich größere hygienische Anforderungen zu erfüllen.

Die Autorinnen und Autoren der Broschüre sind eher skeptisch und argumentieren:

„Insgesamt sind allerdings die positiven Effekte der Regenwassernutzung für die Umwelt, beispielsweise die Schonung des Grundwassers, aufgrund marginaler Spareffekte gering.“

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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