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aktuelles --- 01.02.2006 ---

Chinas bedrohte Gewässer

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„Die Vergiftung von Gewässern hat während der letzten Monate die Aufmerksamkeit auf eine der größten Herausforderungen in Chinas Modernisierungsprozess geleitet. In vielen Landesteilen droht wegen rücksichtsloser Ausbeutung oder Verschmutzung Wassernot.“

So beginnt eine ausführliche Analyse der Wasserprobleme in China, die am 1. Februar 2006 in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen ist.

Der Korrespondent der Schweizer Zeitung warnt davor, die ökologischen Folgen des chinesischen Wirtschaftsbooms zu übersehen. Wirtschaftliche Modernisierung und die Behauptung auf den globalen Märkten habe oft dazu geführt, dass die sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen vernachlässigt worden seien: "Luft- und Wasserverschmutzung gehören zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu Chinas wichtigsten ökologischen Herausforderungen.

Bei den während der letzten zwei Monate erfolgten weitläufigen Vergiftungen von Flussgewässern im Gefolge von Industrieunfällen handelte es sich nur um die spektakuläre Spitze einer kontinuierlich stattfindenden, schweren und häufig die Gesundheit der Menschen gefährdenden breiten Verschmutzung und Verseuchung von Grund- und Flusswasser." Ein großer Teil der chinesischen Flüsse wurde durch Industrie- und Haushaltabwässer stark verunreinigt.

Auch die Selbstversorgung des Landes mit Nahrungsmitteln ist bedroht: "Vor allem sind es die Erosion und die Zweckentfremdung von fruchtbarem Ackerland, die neben dem gestiegenen Lebensstandard China zu einem wichtigen Importeur von Grundnahrungsmitteln haben werden lassen. Eine Gefahr besonderer Art lauert aber auch unter dem Boden. Es sind die wegen Übernutzung rasch absinkenden Grundwasserspiegel. Intensivlandwirtschaft, industrielle Bedürfnisse und wachsende Komfortansprüche der städtischen Bevölkerung haben den Bedarf an Wasser eskalieren lassen. Um ihn zu decken, wird häufig auf die naheliegendsten Quellen gegriffen, ohne dass deren Erneuerungskapazität in Rechnung gestellt wird. Das Grundwasser wird immer tiefer angebohrt, und Fließgewässer, die der Erneuerung der Grundwasserspiegel dienen, werden beliebig reduziert."

Als Fazit wird in dem Beitrag der Neuen Zürcher Zeitung festgestellt: "Bei der Fürsorge für Grundwasservorkommen und bei einer drastischen Verbesserung der Qualität der Oberflächengewässer steht China in den kommenden Jahren vor gewaltigen Herausforderungen. Sollte es sie nicht meistern, so wird für große Regionen des Riesenlandes Mangel an brauchbarem Wasser zu einem Dauerzustand werden."

Den Beitrag ist zu finden unter: Neue Zürcher Zeitung.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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