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aktuelles --- 07.04.2006 ---

Fairness blüht auf!

Deckblatt der Broschüre - Fairness blüht auf

Unter dem Titel "Fairness blüht auf!" ist eine Broschüre zur Geschichte der Blumenkampagne erschienen. Es wird ein Überblick gegeben, wie Initiativen und Organisationen in Deutschland und in den Blumen produzierenden Ländern sich mit beachtlichem Erfolg dafür eingesetzt haben, Missstände aufzudecken und sozial- und umweltverträgliche produzierte Blumen zu vermarkten. Die Kampagne kann inzwischen auf eine 15-jährige Geschichte zurückblicken.

In der ersten Phase der Kampagne ging es vor allem darum, über die Missstände in der Blumenproduktion aufzuklären, vor allem die katastrophalen Arbeitsbedingungen, die sehr niedrigen Löhne und die Gesundheitsrisiken durch den Einsatz von Pestiziden in den Gewächshäusern. Seit 1999 wird den Blumenkäuferinnen und Blumenkäufern in Deutschland eine Alternative angeboten: Blumen mit dem FLP-Siegel. Blumenproduzenten, die sich an dem Flower Label Program beteiligen wollen, müssen eine ganze Reihe von Umwelt- und Sozialstandards einhalten, deren Einhaltung bei angemeldeten und unangemeldeten Besuchen überprüft wird. Mehr als 50 Blumenfarmen in Ecuador, Kolumbien, Kenia, Tansania und Portugal mit mehr als 14.000 Beschäftigten führen das FLP-Siegel. Verkauft werden die Blumen in mehr als 1.100 Blumenläden in Deutschland.

In der Broschüre "Fairness blüht auf!" wird an konkreten Beispielen dargestellt, wie sich die Einhaltung der FLP-Maßstäbe positiv für die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Blumenfarmen auswirkt. Dazu gehören Mutterschutz, Begrenzung der Arbeitszeit, Erhöhung der Löhne, Einhaltung von Schutzbestimmungen beim Einsatz von Pestiziden und das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Davon, dass weniger Pestizide als in anderen Betrieben eingesetzt werden, profitieren auch die Floristinnen und Kundinnen hier, die die Rosen anfassen und gelegentlich gestochen werden.

Über die Zukunft der Blumenkampagne schreibt Gertrud Falk von FIAN im Vorwort:

„15 Jahre Blumenkampagne sind auch Anlass für einen Blick in die Zukunft und dieser zeigt zwei wesentliche Herausforderungen: Zum einen muss der Wirkungskreis des FLP in Kooperation mit den Organisationen des Fairen Handels ausgeweitet werden. Außerdem muss durch eine gezielte Monitoring- und Lobbyarbeit dafür Sorge getragen werden, dass die bereits bestehenden Standards zum Schutz der BlumenarbeiterInnen durch neue internationale Akteure nicht aufgeweicht werden.“

Verfasser der 36-seitige Broschüre "Fairness blüht auf!" ist Frank Kürschner-Pelkmann, Herausgeber sind Brot für die Welt, FIAN und terre des hommes. Die Broschüre kann bestellt werden bei FIAN.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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