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aktuelles --- 19.10.2006 ---

Umfangreiche UN-Informationen zum Thema Wasser

Titelseite - Das Informationsangebot von IRINnews zum Thema Wasser

Der UN-Dienst IRINnews hat ein umfangreiches Informationsangebot zum Thema „The global water crisis: Managing a dwindling resource“ zusammengestellt. Es können mehr als zwanzig Beiträge zur globalen Wasserkrise und Lösungsmöglichkeiten heruntergeladen werden. IRINnews wird vom "UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs" verantwortet.

In einem einführenden Beitrag werden verschiedene globale Herausforderungen skizziert, so zum Beispiel das dramatisch zurückgehende Wasserniveau in Gewässern wie dem Aralsee und dem Tschadsee sowie die negativen Auswirkungen der Übernutzung von Wasserressourcen durch Motorpumpen in der Landwirtschaft. Es heißt in dem Beitrag:

Nach einigen Schätzungen ist das Volumen des weltweit genutzten Wassers mehr als doppelt so hoch wie die Wassermenge, die sich jedes Jahr durch Regenfälle neu bildet. Indien, China und Pakistan sind allein für mehr als die Hälfte der weltweiten Wassernutzung in der Landwirtschaft verantwortlich. Während die Bauern Rekordernten erzielen und Hochertragssorten große Erfolge bringen, sind die Prognosen für die Wasserressourcen düster.
Warten auf Wasser, Versorgungsprobleme wie hier in einem Flüchtlingslager in Uganda schaffen Konflikte, Foto: Stuart Price/IRINnews

Diese Wasserverknappung verursacht innerhalb der einzelnen Länder, aber auch international zunehmende Konflikte - und damit wächst auch die Notwendigkeit zu internationaler Kooperation. In einem weiteren Beitrag des UN-Informationsangebots wird analysiert, ob internationale Konflikte unvermeidlich sind. Es gibt 263 grenzüberschreitende Flüsse, sodass 90% aller Länder Gewässer mit Nachbarländern teilen. Besonders um das Wasser der Flüsse Jordan, Euphrat und Tigris im Nahen Osten ist es in den letzten Jahrzehnten immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen. Seit 1950 wurden etwa 80 Prozent aller gewaltsamen Dispute um Wasser auf der Welt in dieser Region ausgetragen. Mit zunehmender Wasserknappheit wachsen aber auch in Ländern wie China, Sri Lanka und Thailand die innerstaatlichen Auseinandersetzungen. Ein wichtiger Grund für Konflikte ist der Bau von Staudämmen, denn damit sind gravierende Veränderungen der Verteilung der Wasserressourcen sowie viele weitere soziale, ökonomische und ökologische Probleme verbunden. In einem IRINnews-Beitrag werden die Argumente für und gegen den Bau großer Staudämme diskutiert, wobei der Bau kleiner Stauanlagen durch lokale Gemeinschaften befürwortet wird.

Flüsse können auch der Anlass für eine Zusammenarbeit von Nachbarstaaten sein. Als Beispiele wird in einem Beitrag die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit der Länder an Indus, Mekong und Nil genannt. Das Fazit des Beitrags:

Es wird Zeit wahrzunehmen, dass Wasser keine unbegrenzt verfügbare Ressource ist und dass eine weltweite Zusammenarbeit erforderlich ist, um sie zu schützen.

Hier noch einige Stichworte zu den Themen weiterer Beiträge des UN-Informationsangebots zum Thema Wasser:

  • Wasserprivatisierung - ein profitabler Rohstoff oder ein Grundrecht?
  • die Gender-Dimension des Zugangs zu Wasser,
  • die enge Verbindung von Armut und des fehlenden Zugangs zu Wasser,
  • Wasserkrise in Afghanistan,
  • die Krise des Aralsees und die öffentliche Gesundheit,
  • der Tod des Toten Meeres,
  • Wasserverkäufer in Liberia,
  • HIV/AIDS und
  • Wasserprivatisierung in Südafrika.

Zu erwähnen sind auch Interviews mit Wasserfachleuten in verschiedenen Regionen der Welt.

Das Informationsangebot zum Thema Wasser finden Sie auf der Website von IRINnews.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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