Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 18.06.2007 ---

Die größte AIDS-Schleife der Welt rund um die Kieler Hörn

AIDS-Schleife in Kiel, Foto: NDR

Mit einer 1,8 Kilometer langen Menschenkette in Form einer AIDS-Schleife ist am 17. Juni 2007 der Nordelbischen Solidaritätskampagne „AIDS bewegt“ der Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde gelungen. Gut 10.000 Menschen - in rot gekleidet oder mit roten Accessoires - versammelten sich rund um die Kieler Hörn versammelt und sich zu einer AIDS-Schleife formiert.

Rund 100 große rote Ballons markierten rund um die Hörn die Schleife aus einem Meer von roten Jacken, T-Shirts, Pullovern, Tüchern und Schirmen. Begleitet wurde die Aktion von den Traditionsseglern „Carola“ und „Zuversicht“, dem Jugendkutter-Projekt und dem Kieler Posaunenchor. An der Schleife beteiligten sich nicht nur Einzelne, sondern auch viele Gruppen aus Kirchengemeinden, Gewerkschaften, dem Kieler Ärzteverein, Schulen und dem Sozialministerium.

Zuvor war die Kampagne „AIDS bewegt“ offiziell eröffnet worden: mit einem Gottesdienst mit Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter und einem Bühnenprogramm im Rahmen der Kieler Woche, an dem auch die Unicef-Vorsitzende Heide Simonis, die Kieler Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz, die schlewig-holsteinische Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht und das Projekt „Kiel für Kinder am Kilimanjaro“ beteiligt waren, außerdem der Pianist Gottfried Böttger. 300 Nordelbische Gemeindepfadfinderinnen und -pfadfinder halfen als Ordner, rund 100 Konfirmanden aus Kiel sammelten zugunsten der Kampagne und für von AIDS betroffene Kinder am Kilimanjaro.

Mit der Kampagne „AIDS bewegt“, die am 23. September in Hamburg endet, will die Nordelbische Kirche Aufmerksamkeit schaffen für das Thema HIV/AIDS und die davon betroffenen Menschen stärken. Gegenwärtig sind etwa 40,3 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Im Jahr 2005 starben allein in Afrika südlich der Sahara 2,4 Millionen Menschen an AIDS. Heide Simonis, Unicef-Vorsitzende und Schirmherrin:

Wir müssen die Regierungen, vor allem der afrikanischen Länder, dazu bekommen, über das Thema Aids zu reden. Wir müssen gemeinsam Druck machen auf die pharmazeutischen Firmen, dass sie die retroviralen Medikamente gegen Aids, an denen ja genug verdient wurde, erschwinglich für alle abgeben, Wir brauchen eine Bildungsinitiative für Jungen und Mädchen, Aufklärung für junge Leute. Wir wollen den afrikanischen Ländern Hoffnung geben und Geld sammeln, und dort von Aids Betroffenen zu helfen.

Neben rund 60 Veranstaltungen soll vor allem mit Hilfe so genannter "sponsored walks" Geld gespendet werden für vier Projekte, die exemplarisch kirchliches Engagement im Kampf gegen AIDS weltweit repräsentieren. Dabei handelt es sich um ein Kinderkrankenhaus in St. Petersburg, die Treatment Action Campaign, die sich für den Zugang zu retroviralen Medikamenten in Südafrika einsetzt, ein Aufklärungsprogramm der diakonischen Amity-Stiftung in China und das Sperrgebiet - eine Einrichtung für minderjährige drogenabhängige Prostituierte in Hamburg St. Georg.

Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Lübeck, sagte in Kiel:

Die erotische Liebe und die liebevolle Hinwendung zu den Mitmenschen sind Zwillingsschwestern. Sie beide sind achtsam zu schützen, wenn wir unsere Solidarität mit von Aids Betroffenen zeigen, unsere Solidarität auch mit Aids-Infizierten in Afrika. Die Liebe ist das Schönste, was Gott geschaffen hat - ihre Feuerkraft gleichwie ihre Mitmenschlichkeit.

Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie unter: aids-bewegt.de

Umschlag des AIDS-Buches

An der Solidaritätskampagne „AIDS bewegt“ ist u.a. das Nordelbische Missionszentrum (NMZ) beteiligt, in dessen Hamburger Geschäftsstelle sich das Büro der Kampagne befindet. Das NMZ hat aus Anlass der Kampagne das Buch „Aber Ich Darf Sein - PositHIVes Leben in der Einen Welt“ herausgegeben. Es wurde von Carola Kienel und Christel Rüder zusammengestellt und enthält zahlreiche bewegende Texte von Menschen aus vielen Teilen der Welt, die mit HIV und AIDS leben. Sie erzählen von Scham und Angst vor Ausgrenzung, aber auch von Mut und Hoffnung. Das Buch hat einen Umfang von 160 Seiten, enthält zahlreiche eindrucksvolle Fotos von Kay-Christian Heine und kostet 14,90 Euro. Es kann online bestellt werden beim Nordelbischen Missionszentrum.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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