Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 10.02.2008 ---

Die Zukunft der ökumenischen Bewegung

Titelseite des Kobia-Buches

Welchen Weg nimmt die weltweite ökumenische Bewegung im 21. Jahrhundert? Welche Rolle kommt dabei dem Ökumenischen Rat der Kirchen nach der Vollversammlung im letzten Jahr in Porto Alegre/Brasilien zu? Ist von den Hoffnungen, die einmal von der ökumenischen Bewegung ausgingen, noch etwas übrig geblieben? Oder entsteht sogar neue Hoffnung in den Kirchen der Welt?

Samuel Kobia, der Generalsekretär des ÖRK, reflektiert in dem gerade erschienenen Buch „Zur Hoffnung berufen - Eine neue ökumenische Ära“ über den zukünftigen Weg der ökumenischen Bewegung und bezieht dabei die Erfahrungen der zurückliegenden Jahrzehnte ein. Der kenianische Theologe hat in den letzten Jahren Kirchen in allen Teilen der Welt besucht und überall Zeichen der Hoffnung wahrgenommen.

Samuel Kobia stellt in seinem Buch die tief greifenden Veränderungen in der Christenheit in den letzten Jahren dar, u.a. das Wachstum der Pfingstbewegung, die Konflikte innerhalb der weltweiten anglikanischen Kirche und die Säkularisierung in einer Reihe von Industriestaaten. Er plädiert für eine Erneuerung des Dienstes der Kirchen, verbunden mit einer Spiritualität des Lebens.

Die ökumenische Bewegung steht nach Überzeugung Kobias angesichts der Probleme, die durch die wirtschaftliche Globalisierung ausgelöst werden, vor der Aufgabe, gemeinsam für Menschenwürde und die Rechte der Armen einzutreten und gleichzeitig nach Antworten auf die ethischen Herausforderungen unserer Zeit zu suchen. In diesem Rahmen reflektiert der ÖRK-Generalsekretär auch darüber, welchen Weg die Ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt in den kommenden Jahren nehmen soll. Auch stellt er dar, wie die kirchlichen Entwicklungswerke sich bemühen, im Zeitalter der Globalisierung enger zusammenzuarbeiten.

Dieses Buch entstand nicht einsam im Studierzimmer, sondern ist das Ergebnis der zahllosen Begegnungen des ÖRK-Generalsekretärs mit Christinnen und Christen in aller Welt. Es ist das erste Buch Kobias, das auf Deutsch erscheint und wichtig für alle, die sich der ökumenischen Bewegung verbunden fühlen.

Das Buch „Zur Hoffnung berufen“ ist 2008 im Verlag Otto Lembeck erschienen, hat einen Umfang von 195 Seiten und kostet 14,80 €. Das Buch wurde von Frank Kürschner-Pelkmann übersetzt, der auch ein kurzes Porträt Kobias verfasst hat.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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