Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 25.06.2008 ---

Klima der Gerechtigkeit

Nach dem Gottesdienst in der evangelisch-reformierten Gemeinde ist die Ausstellung „Klima der Gerechtigkeit“ am 15. Juni 2008 mit einer Luftballonaktion eröffnet worden. In einem Pressebericht der Evangelisch-Reformierten Kirche zu dieser Ausstellung heißt es:

Die von dem Journalisten Frank Kürschner-Pelkmann und Jochen Motte von der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) konzipierte Ausstellung zeigt auf 20 Tafeln Folgen des weltweiten Klimawandels auf. Anhand konkreter Projekte in den VEM-Mitgliedskirchen werde gezeigt, wie dessen Folgen abgemildert werden könnten, sagte Kürschner-Pelkmann in einer Talkrunde zur Eröffnung.

Luftballonaktion zur Eröffnung der Ausstellung

In der Talkrunde sprach der Moderator der VEM, Bischof Zephania Kameeta aus Namibia vom Unrecht der industriellen Entwicklung. Die Länder der südlichen Hemisphäre hätten jetzt die Folgen der jahrelangen Klimaschädigung in den Ländern der nördlichen Hemisphäre zu tragen. Darum seien die Folgen des Klimawandels auch ein Thema der Kirchen. Die Borkumer Pastorin Margrit Tuente zeigte auf, wie die Änderung des Weltklimas auch in Borkum Folgen haben werde. Durch den erwarteten Anstieg des Meeresspiegels werde das Süßwasser auf der Insel langfristig versalzen.

Die Ausstellung ist bis Ende Juli in der Borkumer reformierten Kirche zu sehen, danach wandert sie zwei Jahre lang durch Kirchengemeinden in Deutschland. Ein Ausstellungskatalog ergänzt die Texte mit Informationen aus den Ländern, in denen VEM-Mitgliedskirchen ihren Sitz haben.

Hintergrundinformationen zur Ausstellung „Klima der Gerechtigkeit“

Die globalen Klimaveränderungen beunruhigen immer mehr Menschen. In dieser Situation ist eine sachliche und verständliche Darstellung der Ursachen gefragt, ebenso sind Perspektiven wichtig, was man als einzelner Mensch und als Kirchengemeinde oder zum Beispiel als Schule tun kann.

Aus Anlass der Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission im Juni 2008 auf Borkum entstand eine Ausstellung, die anschließend in Gemeinden, Kirchenkreisen, kirchlichen Einrichtungen und z.B. auch in einer Sparkasse oder einem Rathaus gezeigt werden kann.

Schon relativ geringe Temperaturschwankungen können das sensible biologische Gleichgewicht auf der Erde durcheinander bringen. Dabei treffen die Folgen des Klimawandels zunächst Länder, die selbst wenig zum Ausstoß von Kohlendioxid beitragen.

Nicht nur Opfer von Klimawandel sein: Selbst etwas tun

Ein Spezifikum der Ausstellung „Klima der Gerechtigkeit“ besteht darin, dass die Länder des Südens nicht nur als Opfer der Klimaveränderungen erscheinen. Sie sind zweifellos von den Folgen der Klimaveränderungen besonders betroffen, obwohl die meisten dieser Länder nur minimal dazu beitragen, dass immer mehr Kohlendioxid und andere für das Klima bedrohliche Stoffe in die Atmosphäre gelangen. Um nicht nur Opfer zu sein, engagieren sich viele einzelne Menschen, Kirchen, soziale Bewegungen und Regierungen im Süden dafür, einen Beitrag zur Verminderung der Erderwärmung zu leisten und gleichzeitig Vorsorge für die nicht mehr zu vermeidenden Folgen der Klimaveränderungen zu treffen. In der Ausstellung wird dies am Beispiel der Mitgliedskirchen der VEM und der Gesellschaften deutlich, in denen diese Kirchen zu Hause sind.

Klimaprobleme und Projekte an Länderbeispielen

Ländertafel Botswana

Länderbeispiel Botswana: In den letzten Jahrzehnten haben die Temperaturen in Botswana zugenommen und die Niederschläge abgenommen. Damit sind Fauna und Flora zunehmend gefährdet. Denn auch die genügsamsten Pflanzen und Tiere brauchen ein Minimum an Wasser.

Die Ausstellung besteht aus 20 vielfältig gestalteten Tafeln und einigen interaktiven Elementen. Im ersten Teil werden Klimaprobleme dargestellt, wobei Betroffenheit, aber keine Resignation entstehen soll. Es wird deutlich, warum Christinnen, Christen und ihre Kirchen aktiv an Klima-Initiativen beteiligen und dabei mit einem breiten Spektrum anderer sozialer Akteure, Religionsgemeinschaften und Umweltschutzorganisationen zusammenarbeiten.

Im zweiten Teil der Ausstellung stehen die Länder im Mittelpunkt, in denen es VEM-Mitgliedskirchen gibt. Es wird jeweils ein exemplarisches Klimaproblem kurz, aber anschaulich dargestellt und erläutert, wie sich Kirchen und Zivilgesellschaft für die Lösung dieses Problems engagieren. Diese „Länder“-Tafeln lassen auch den engen Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und den Klimaproblemen im Süden der Welt erkennen, wenn es z.B. um die Abholzung tropischer Regenwälder in Indonesien für die Ausweitung der Palmölproduktion geht, denn dieses Palmöl wird hierzulande als Biokraftstoff verkauft.

Im dritten Teil der Ausstellung geht es darum, was Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen, Schulen und vor allem auch einzelne Menschen und Familien für den Klimaschutz tun können. Hier geht es um ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten, und es wird vermittelt, welchen Effekt ein solches Engagement haben kann. Deutlich wird dabei, dass Klimaschutz aufs Engste verbunden ist mit Fragen der Gerechtigkeit und dem Schutz der Menschenrechte und dass deshalb auch ein gesellschaftspolitisches Engagement unerlässlich ist.

Es gibt viele Möglichkeiten, selbst etwas zu tun, um den Klimawandel abzumildern. Die Klima-Ausstellung stellt 49 solcher Möglichkeiten vor und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich für 6 Möglichkeiten zu entscheiden. Wenn nur genug Menschen mitmachten, wäre das für die Schöpfung wie ein Sechser im Lotto.

Es gibt ausführliche pädagogische Hilfen mit zahlreichen kreativen Ideen, wie man mit Schulklassen, Konfirmanden und anderen Gruppen die Informationen der Ausstellung vertiefen kann. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog, der vertiefenden Informationen enthält sowie ein Sonderheft der VEM-Zeitschrift „In die Welt für die Welt“ zum Thema Klimawandel.

Mitwirkende an der Ausstellung sind neben dem Referat für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der VEM der Journalist und Klima-Experte Frank Kürschner-Pelkmann, Berufsschülerinnen des Hugo-Kükelhaus-Berufskollegs in Essen sowie MediaCompany Berlin.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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