Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 14.07.2008 ---

Folgen des Klimawandels

Titelseite der LWB-Zeitschrift

Der Lutherische Weltbund hat eine Sonderausgabe seiner Zeitschrift „Lutherische Welt-Information“ zu globalen Klimaproblemen veröffentlicht. Die Zeitschriftenausgabe, die auch online gelesen werden kann, hat den Titel „Klimawandel - Konfrontation mit unserer Verwundbarkeit“. In dem Heft geht es u.a. um die Auswirkungen des Klimawandels in Ländern wie Tansania, Grönland, Bangladesch und Brasilien. Es wird aber auch vermittelt, wie Kirchen sich dafür engagieren, den Klimawandel zu begrenzen und mit den Folgen des unvermeidbaren Klimawandels fertig zu werden. Es werden u.a. Beispiele aus Tschechien, Schweden, Madagaskar, Nicaragua und Deutschland dargestellt. Die Beiträge wurden von Autorinnen und Autoren aus den Ländern selbst verfasst. Timothy Melvyn aus der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Indien schreibt zu den Folgen des Klimawandels und zum kirchlichen Klimaengagement unter anderem:

Der „Klimawandel“ ist eine Wirklichkeit, deren weit reichende Folgen möglicherweise unumkehrbar sind. In Indien sind davon genauso wie auf der übrigen Welt die Armen und Schwachen am meisten betroffen. Sie sind nicht nur am wenigsten schuld an den Umständen, die zur weltweiten Erderwärmung geführt haben, sondern sie haben auch die geringsten Mittel, sich an all die raschen Veränderungen anzupassen. In den letzten Jahren hat Indien Dürrezeiten und Überschwemmungen erlebt - und allen Voraussagen nach wird es noch schlimmer werden ... Die VELKI fordert ihre Mitgliedskirchen dazu auf, sich aktiv für die Rettung des Planeten einzusetzen ... Der Kirchenrat der VELKI fordert seine Mitglieder dringend dazu auf, das „Begrünen des Glaubens“ in den Gemeinden zu fördern und Schritte in Richtung auf eine nachhaltige Landwirtschaft zu ergreifen.

Am Ende des Heftes steht ein Beitrag von Dr. Guillermo Kerber Mas, dem Programmreferenten des Ökumenischen Rates der Kirchen für Menschenrechte und Klimawandel zum Thema „Klimawandel: Eine ökumenische Perspektive“. Er schreibt in dem Beitrag:

Die Kirchen betonen im Blick auf den Klimawandel insbesondere die dringende Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels hin zu den Grundprinzipien ethisches Handeln, Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Solidarität, menschliche Entwicklung und Umweltschutz. Theologisch ließe sich ein solcher Paradigmenwechsel mit dem Begriff der „metanoia“, also der Umkehr, der Veränderung des Denkens und Handelns, beschreiben. Und in der Tat brauchen wir überall diese Umkehr, in Nord und Süd genauso wie in Ost und West.

Die PDF-Datei kann heruntergeladen werden unter LWI (1,4 MB).

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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