Heilwasser – Reinigende Kraft der Natur

Frau trinkt Wasser

 

Trinken ist für uns lebensnotwendig. Viele vergessen jedoch zwischen Beruf und Familie, wie wichtig es ist, dass unser Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. Wir trinken einfach zu wenig. Optimal wären um die zwei Liter täglich. Bei heißen Sommertagen natürlich mehr.

 

Das beste Getränk ist Wasser. Kalorienarm und ohne Zusatzstoffe oder Zucker ist es ein natürlicher Durstlöscher. Dabei ist es egal, ob es sich um Mineralwasser oder Wasser aus der Leitung handelt. Immer mehr greifen auch zu einem Heilwasser. Aber ist das wirklich besser und hält es auch, was der Name verspricht?

 

Was ist Heilwasser?

 

Wie Mineralwasser, stammt auch das Heilwasser aus den Tiefen der Erde. Es handelt sich hier um ein unterirdisches Wasservorkommen, welches sehr oft mehrere hundert Meter tief ist. Das haben die beiden Sorten gemeinsam. Entstanden ist es durch normales Niederschlagswasser, welches vor vielen Jahren in den Boden versickert ist. Dadurch, dass das Wasser durch viele Gesteinsschichten und auch Erdschichten gedrungen ist, wurde es optimal gefiltert.

 

Ein weiterer Effekt der Filterung ist die Aufnahme von Spurenelementen und Mineralstoffen. Die Menge und die Art dieser lebenswichtigen Nährstoffe hängt stark von der Art des Gesteins und des Bodens ab. Sehr mineralisches Gestein sorgt dafür, dass die Konzentration an Natrium, Kalzium und Magnesium sehr hoch ist. Jedes Wasser bekommt so seinen eigenen Charakter, der durch den Boden geformt wird.

 

Ob es sich nun um ein Heilwasser handelt, hängt also von geologischen Bedingungen ab. Nicht jedes Wasser aus der Erde ist auch automatisch ein Heilwasser. Dafür müssen bestimmte Faktoren vorhanden sein. Eine gesetzliche Vorgabe hierzu gibt es nicht. Jedoch gilt das Heilwasser in Deutschland als Arzneimittel und unterliegt daher einer amtlichen Arzneimittelzulassung. Hierüber wird sichergestellt, dass es sich tatsächlich um Heilwasser handelt.

 

Damit das jeweilige Wasser auch die Zulassung erhält, muss nachgewiesen werden, dass eine heilende oder auch lindernde Wirkung bei der Einnahme erfolgt. Ist das nicht der Fall, handelt es sich nicht um Heilwasser. Außerdem müssen die Inhaltsstoffe eine gewisse Mindestmenge erreichen, damit dieses Wasser überhaupt heilen oder lindern kann. Die Werte sind wie folgt festgelegt:

 

  • Magnesium mindestens 100 mg pro Liter
  • Kalzium mindestens 250 mg pro Liter
  • Sulfat mindestens 1200 mg pro Liter
  • Fluorid mindestens 1 mg pro Liter
  • Hydrogencarbonat mindestens 1300 mg pro Liter
  • Kohlenstoffdioxid 1000 mg pro Liter direkt in der Quelle

 

Erst wenn diese Grundvoraussetzungen vorhanden sind und die Zulassung für das Arzneimittel positiv verlaufen ist, darf das Wasser auch als Heilwasser bezeichnet und vertrieben werden.

 

Was macht das Heilwasser für die Gesundheit?

 

ein Krug eiskaltes Wasser

Grundsätzlich ist es immer gesund, wenn du deinen Flüssigkeitsbedarf mit Wasser deckst. Süße Limonade, Kaffee oder auch andere Getränke löschen häufig nicht den Durst und führen zu einer erhöhten Zuckeraufnahme. Jedes Wasser ist also besser für den Körper als das gesamte Angebot der Getränkeindustrie. Aber das Heilwasser ist noch ein wenig besser und kann deinem Körper in vielen Dingen unterstützen.

 

Natürlich gibt es keine Garantie und jedes Wasser hat eine andere Wirkung. Das liegt zum einen an den unterschiedlichen Heilwasserquellen und zum anderen an uns Menschen selber. Jeder ist anders und reagiert demnach auch anders. Grundsätzlich kann die Wirkung jedoch sehr vielfältig sein. Die Anwendung reicht dabei von Verdauungsproblemen über eine Besserung bei Osteoporose bis hin zu Linderungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Heilwasser, welches über besonders viel Kalzium verfügt kann gerade in der Schwangerschaft dafür sorgen, dass hier keine zusätzlichen Tabletten zur Regulierung des Kalziumhaushaltes genommen werden müssen. Außerdem bewahrt das Heilwasser den Körper vor einer Übersäuerung und bringt den Säure-Basen-Haushalt wieder in Einklang. Es gibt also viele Anwendungsmöglichkeiten für das Heilwasser.

 

Die Dosierung entscheidet über die Wirkung

 

Die Flüssigkeit aus der Heilwasserquelle sollte nicht als reiner Ersatz für Mineralwasser genommen werden. Es handelt sich hier um ein Arzneimittel, welches genau dosiert und eingenommen werden sollte. Viele Hersteller geben genau Dosierungen auf ihren Produkten an. Aber auch der Arzt oder Apotheker kann dir in diesem Fall mit wichtigen Informationen zur Einnahme und Rat zur Seite stehen.

 

Das Heilwasser sollte nicht auf dem täglichen Ernährungsplan stehen, sondern eher als eine Art Kur verwendet werden. Entscheidend für die Dauer sind aber auch die Inhaltsstoffe in dem Getränk. Besonders sulfathaltige Wasser können eine abführende Wirkung haben, wenn dieses Wasser über viele Wochen hinweg getrunken wird. Ebenso sieht es bei anderen Heilwassern aus. Daher ist die Einnahme auf wenige Wochen zu beschränken.

 

Es gibt auch Hersteller, die das normale Mineralwasser mit ein wenig Heilwasser versetzen. Dieses Wasser kannst du bedenkenlos jeden Tag trinken. Es handelt sich hier nicht mehr um das reine Heilwasser. In jedem Fall ist es wichtig, dass du dir vor dem Kauf das Etikett genau durchliest. Hier sind alle Angaben über die Inhaltsstoffe zu finden. Achte außerdem darauf, ob es sich um reines Heilwasser oder Mineralwasser handelt.

 

Viele Firmen nutzen den Zusatz Heilwasser, damit der Verkauf gesteigert wird. Häufig handelt es sich hierbei jedoch nur um Mineralwasser und ist damit in der Wirkung und Anwendung deutlich anders.

 

FAQ – Heilwasser – reinigende Kraft der Natur

Wasser tropft aus dem Wasserhahn

Ist Leitungswasser schädlich?

 

Grundsätzlich ist das Leitungswasser in Deutschland absolut unschädlich und kann ohne Bedenken getrunken werden. Es gibt jedoch einige Einschränkungen und Fakten, die du vor dem Genuss kennen solltest.

 

Das Wasser selber wird häufig gefiltert und weist sogar in vielen Fällen weniger schädliche Stoffe auf als das eine oder andere Mineralwasser. Außerdem ist es jeder Zeit verfügbar und deutlich günstiger als ein Kasten Wasser. Körperliche Beschwerden verursacht durch das Leitungswasser können dennoch auftreten.

 

Hier kommt es darauf an, wo du wohnst oder viel mehr wie alt das Haus ist, in dem sich deine Wohnung befindet. Die Leitungen und Rohre spielen hier eine wichtige Rolle. Sind bei deinem Haus Bleirohre verbaut, dann kann das gesundheitliche Folgen haben. Das Wasser nimmt das Blei aus den Rohren auf und es kann über einen langen Zeitraum eine Bleivergiftung folgen.

 

Dabei handelt es sich um Häuser, die vor 1970 gebaut wurden. Denn ab diesem Zeitraum wurden die Rohre aus Blei nicht mehr verbaut. Das heißt, aber nicht, dass jedes alte Haus auch automatisch die schädlichen Leitungen hat. Bei vielen wurden diese schon ausgetauscht. Also ist auch hier das Leitungswasser vollkommen unbedenklich und kann von dir und deiner Familie bedenkenlos getrunken werden.

 

Erkennt man Heilwasser am Geschmack?

 

Nein. Die Heilwasser schmecken genauso wie jedes andere Mineralwasser auch. Es ist also nicht sofort zu erkennen, um welches Wasser es sich handelt. Natürlich gibt es bei den Sorten immer feine Unterschiede. Genauso ist es aber auch bei jedem herkömmlichen Mineralwasser. Für den Geschmack ausschlaggebend sind die Heilwasserquellen und die Gesteinsschichten und Erdschichten durch die das Wasser geflossen ist.

 

Also der Ort bestimmt letztendlich den Geschmack. Bei Mineralwasser kann der Hersteller mit weiteren Zusatzstoffen außerdem Geschmack regulieren. Bei Heilwasser ist das nicht der Fall. Hier darf nur das reine Wasser aus der Quelle verwendet werden. Sobald andere Inhaltsstoffe dazu gemischt werden, gilt das Getränk nicht mehr als Heilwasser und darf nicht mehr, als solches verkauft werden.

 

Wie kann ich ein Heilwasser erkennen?

 

Grundsätzlich muss auf jeder Flasche das Wort Heilwasser zu finden sein. Das alleine hilft dir aber nicht weiter, um ein reines Heilwasser zu finden. Du musst dir daher das Etikett ganz genau durchlesen. Neben den richtigen Inhaltsstoffen und den Verzicht auf Zusatzstoffen, muss auf der Flasche auch eine offizielle Zulassungsnummer vorhanden sein.

 

Ebenso sind Angaben über die Dosierung und Anwendung zu finden. Fehlt eine dieser Angaben, dann handelt es sich nicht um ein reines Wasser aus den Heilwasserquellen und du solltest lieber auf ein anderes Produkt zurückgreifen.