wasser aus trinkhahn

Der Körper des Menschen besteht bis zu 60 Prozent aus Wasser. Auch zahlreiche Funktionen des menschlichen Organismus benötigen für eine reibungslose Funktion Wasser. Beispielsweise dient Wasser dem Transport von Blutkörperchen und Urin. Es ist auch bedeutender Baustein für sämtliche Körperflüssigkeiten und Zellen. Nicht nur deswegen ist Wasser für uns das wichtigste Lebensmittel. Trinkwasser dient auch der Reinigung von Besteck, Geschirr, Gläsern etc. bzw zur Reinigung von Wäsche und Kleidung. Damit dieses kostbare Gut auch in Zukunft ausreichend zur Verfügung steht, ist ein sorgsamer und nachhaltiger Umgang damit besonders wichtig. Denn in vielen Bereichen der Erde ist der Zugang zu reinem Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit. Definiert wird Trinkwasser als Wasser, das zum Kochen, Trinken sowie für die Speisenund Getränkezubereitung verwendet wird. Tatsache ist auch, dass Trinkwasser von einer zunehmenden Knappheit bzw. Verschmutzung ausgesetzt ist.

 

Woher beziehen wir unser Trinkwasser?

Es ist ein Glück, dass in Deutschland mehr Trinkwasser zur Verfügung steht, als eigentlich benötigt wird. In Deutschland sind die Güteanforderungen an Trinkwasser in der DIN 2000 sowie in der Trinkwasserverordnung geregelt. Zu 60 Prozent wird es aus Grundwasser, zu 30 Prozent aus Oberflächenwasser (Seen, fließende Gewässer oder Talsperren) und zu 10 Prozent aus selbst an das Licht tretende Quellen bezogen. Eine spezielle Form von Trinkwasser ist das sogenannte Uferfiltrat, das mit Hilfe von fluss- oder seenahen Brunnen gewonnen wird. Die Herkunft des rohen Wassers ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. So dienen in Sachsen Talsperren und Seen (70 Prozent) als Bezugsquelle für die Produktion von reinem Trinkwasser. Bremen, Hamburg oder das Saarland beispielsweise stellen die gesamte Trinkwasserversorgung mittels Quell- und Grundwasser sicher.

 

Wie aus Rohwasser Trinkwasser entsteht

Durch seine Wichtigkeit gilt Trinkwasser in Deutschland als das am strengsten überprüfte Lebensmittel. Aufgrund der scharfen Kontrollen ist Trinkwasser in Deutschland zu beinahe 100 Prozent beanstandungslos. Für die Aufbereitung von Rohwasser steht in Deutschland ein großes Netz an Wasserwerken zur Verfügung. Mehr als 6000 Wasseraufbereitungsunternehmen stellen die Versorgung mit Trinkwasser sicher. In den Aufbereitungswerken wird das Rohwasser bedarfsweise gefiltert, entsäuert, desinfiziert sowie von bestimmten Mineralien befreit.

Geregelt wird die Aufbereitung in der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001). In dieser Verordnung sind auch Grenzwerte für bestimmte Inhaltsstoffe angeführt. Vor allem handelt es sich dabei um Schadstoffe, wie beispielsweise Chlorid oder Nitrat. Nach dem Aufbereitungsprozess wird das reine Trinkwasser in das Rohrnetz eingespeist. Nach der Nutzung gelangt das gebrauchte Wasser in die Kanalisation oder wieder in das Grundwasser.

 

Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Wasser

Pro Einwohner werden täglich rund 190 Liter Trinkwasser verbraucht. Trotz des großen Angebotes ist ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource Wasser auch in Deutschland ein wichtiges Thema. Abgesehen davon, dass man sich dadurch eine Menge an Energiekosten sparen kann. Mittlerweile ist das Sparen von Wasser auch für viele Deutsche zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Eine Möglichkeit ist, dass man den Wasserhahn während dem Zähneputzen oder Rasieren abstellt. Auch täglich eine volle Badewanne ist nicht unbedingt notwendig. Außerdem wird beim Duschen weit weniger Wasser verbraucht. Ein großes Einsparpotential liegt auch im Austausch von veralteten Geschirrspülern und Waschmaschinen sowie in der Montage von neuen Armaturen. Im Garten kann man ruhig auf eine wasserintensive Bewässerungsanlage verzichten und stattdessen mit dem Schlauch Rasen und Beete gießen. Weitere Tipps zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie auch auf https://besser-nachhaltig.com.

 

Welches Wasser trinkt man am besten?

Laut einer Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte man pro Tag rund 1,5 Liter Trinkwasser zu sich nehmen. Ob man das Wasser aus dem Hahn oder aus der Flasche konsumiert, steht jedem Menschen frei. Folgt man der Meinung von vielen Experten ist Leitungswasser ebenso gesund wie Flaschenwasser. Ganz abgesehen davon, das es billiger ist und mit dem Verzicht auf Plastikflaschen auch noch die Umwelt schont. Als Alternative zu reinem Wasser gilt Mineralwasser, von dem in Deutschland mehr als 500 verschiedene Sorten angeboten werden. Viele Deutsche wählen auch stilles Wasser als Durstlöscher.