Wassersparen im Garten: Blau im eigenen grünen Paradies

 

 

Wasser ist ein Lebenselixier für alles Grüne in der Natur. Pflanzen brauchen Wasser. Das weiß jeder Gärtner. Wasser wird von Pflanzen als Transportmittel für lebenswichtige Nährstoffe benutzt, die sie über die Wurzeln aufnehmen. Ebenfalls ist das Wasser maßgeblich am Stoffwechsel der Pflanze beteiligt und spielt daher auch bei der Photosynthese eine Rolle. Die Photosynthese dient zum Aufrechterhalten des Energiehaushalts der Pflanze und trägt zur Bildung neuer Pflanzenzellen bei, so dass ein Wachstum möglich ist.

 

Nicht zuletzt wird auch der Zelldruck in der Pflanze durch eine ausreichende Wasserzufuhr garantiert. Ist daher beispielsweise während einer längeren Trockenzeit keine ausreichende Wasserzufuhr gewährleistet, so wird das Wachstum gestört und sie beginnt schließlich, zu verkümmern. Darum sehen sich Hobbygärtner auch besonders im Sommer immer wieder der Notwendigkeit gegenüber, die Pflanzen im Garten bewässern zu müssen.

 

Trockene Sommer – so überlebt der Garten

 

Im Sommer scheinen längere Trockenperioden in vielen Gegenden immer häufiger zu werden. Das hat natürlich seine Auswirkungen auf den Garten. Gerade in der Sommerszeit blühen viele Blumen verschwenderisch. An Apfel- Birnen- und Pflaumenbäumen wächst das Obst heran. Erhalten die Pflanzen jetzt nicht genug Wasser, so können sie schnell verdorren und auch die Früchte können sich nicht voll ausbilden. Außerdem macht der Wassermangel die Pflanzen auch für Schädlinge und Pflanzenkrankheiten anfällig.

 

Darum sollte man als Gartenbesitzer rechtzeitig Maßnahmen zur Bewässerung treffen und den Garten nach Möglichkeit auch schon rechtzeitig auf eine Trockenperiode vorbereiten. Wassersparen ist dabei natürlich angesagt, nicht nur, um eine hohe Wasserrechnung zu vermeiden, sondern auch der Umwelt zu Liebe. So ist es eine gute Idee, sich rechtzeitig Strategien zu überlegen, wie man den Garten auch in trockenen Sommern am besten schön und üppig hält und dabei trotzdem Wasser sparen kann.

 

Darum ist Wassersparen heute so wichtig

 

Deutschland gilt heute als eines der wasserreichsten Länder und bisher sind auch bei längeren Trockenperioden keine Versorgungsschwierigkeiten zu erwarten. Dennoch sind sich die meisten Menschen heute der Tatsache bewusst, dass Wasser eine kostbare natürliche Ressource ist, die weltweit stets knapper wird. Bereits in vielen Ländern herrscht heute bereits eine akute Wasserknappheit. Somit ist Wassersparen auch bei uns zu einer Angewohnheit geworden, mit der man persönliche einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

 

Doch gibt es auch noch einen weiteren, nicht weniger wichtigen Grund, um bei der Bewässerung des Gartens so weit wie möglich Wasser zu sparen. Das Gebrauchswasser, das wir heute vom Wasserwerk kaufen, wird ständig teurer. Wer da im Sommer beim Garten Gießen den Schlauch gerne häufig und lange laufen lässt kann sich auf eine hohe Rechnung gefasst machen. Doch gibt es viele ausgezeichnete Ideen zum Wassersparen, von denen man viele auch im eigenen Garten anwenden kann. Im Folgenden werden einige Beispiele einmal näher beleuchtet.

 

Unsere Tipps zum Wassersparen

 

Bewusste Pflanzenwahl nach Standort

 

Die Wahl der richtigen Pflanzen für den Sommergarten trägt ebenfalls dazu bei, den Wasserverbrauch zu senken. Hier kann schon im Vorfeld bei der Gartenplanung einiges getan werden, um später möglichst wenig gießen zu müssen. Einige Pflanzen haben einen sehr hohen Wasserbedarf. Dazu gehört beispielsweise der Rhododendron. Solche Pflanzen sollte man möglichst nur an schattigen Plätzen anpflanzen, um den Wasserverbrauch unter Kontrolle zu halten.

 

Es gibt jedoch zahlreiche Pflanzen, die genügsam sind und auch bei Trockenheit auf den sonnigen Flächen des Gartens gut gedeihen. Dazu gehören alle Steingartenpflanzen. Auch Tiefwurzel eigenen sich für trockenes Wetter. Ihre Wurzeln reichen bis tief in das Erdreich hinein und können so leichter Feuchtigkeit finden, als Pflanzen, die nur oberflächliche Wurzeln haben. Dazu gehören beispielsweise Lupinen und Rosen.

 

Es lohnt sich also, diesbezüglich genaue Informationen beim Gärtner oder im Internet auf Ratgeberseiten, wie z.B. dieser Seite zu Gartenpflege und Gartenstile, einzuholen, wenn man die Bepflanzung des Gartens plant. Beim Gärtner kann man auch ein spezielles Granulat erhalten, das bei der Bepflanzung stark begossen wird. Es kann ein Vielfaches seines Gewichts an Wasser aufnehmen, das wieder abgegeben wird, wenn der Boden trocken wird.

 

Die richtige Technik beim Gießen anwenden

 

Nur selten macht man sich Gedanken darüber, dass es zahlreiche unterschiedliche Methoden gibt, um die Garten Pflanzen zu gießen. Tatsächlich ist es jedoch so, dass man mit einigen Änderungen um Gießverhalten viel Wasser sparen kann. So ist es beispielsweise ratsam, früh morgens oder am späteren Abend zu gießen. Gießt man, während der Hitze des Tages, so verdunstet das meiste Wasser bereits, bevor es in die Erde eindringen kann.

 

Somit hat das Wasser nur einen geringen Effekt auf die Pflanzen und man muss ständig gießen. Auch der Rasen sollte zu diesen Zeiten gegossen werden. Das Gleiche gilt, wenn man ständig nur mit sehr geringen Mengen Wasser gießt. Das Wasser dringt nicht in die unteren Erdschichten vor und tiefwurzelnde Pflanzen erhalten oft nicht genug Wasser, so dass sie mehr oberflächliche Wurzeln bilden. In der Tiefe es Erdreichs kann sich Wasser jedoch länger halten.

 

Ist die Erde gut durchnässt, braucht man wesentlich weniger zu gießen. Deshalb sollte man die Pflanzen auch stets direkt am Boden an den Wurzeln gießen. Das Besprühen der Pflanzen von oben ist hingegen weniger sinnvoll. Wassertröpfchen können unter Sonneneinstrahlung wie Brennlinsen wirken und die Blätter beschädigen und darüber hinaus erhalten die Wurzeln bei dieser Art des Gießens nur sehr wenig Wasser.

 

Die Regentonne als Helfer des Gärtners

 

Regenwasser zu speichern ist eine ausgezeichnete Idee, um Wasser für den Garten zu erhalten. Eine Regentonne kann dafür vollkommen ausreichend sein. Man kann sich eine kleine Pumpe anschaffen, die speziell zu diesem Zweck angeboten werden, mit der man das Wasser aus der Regentonne ganz leicht zum Gießen verwenden kann. Das Regenwasser bietet auch noch einen anderen Vorteil. Es hat einen geringen ph-Wert und kann daher für die Pflanzen bekömmlicher sein, als normales Leitungswasser. Darum wird in den meisten Gärten heute auch Regenwasser gesammelt.

 

Rindenmulch schützt vor Austrocknung

 

Rindenmulch kann eine ausgezeichnete Methode sein, um das Erdreich vor dem Austrocknen zu schützen. Man kann den Mulch unter Sträuchern und Bäumen, aber auch im Staudenbeet einsetzen. In der Gärtnerei kann man auch Mulchfolien erhalten, die sich ebenfalls gut für diesen Zweck eignen. Das Mulchen funktioniert auch für den Garten. Viele Rasenmäher haben eine sogenannte Much-Mähfunktion. Sie häckseln das geschnittene Gras in winzige Stückchen, die nach dem Mähen auf dem Rasen liegen bleiben und einen wirksamen Schutz gegen das Austrocknen bieten.

 

Die richtigen Materialien für Pflanzenkübel

 

Auch bei Kübelpflanzen kann man einiges dazu beitragen, dass weniger gegossen werden muss. So sind beispielsweise die hübschen Terrakotta Kübel sehr durchlässig für Feuchtigkeit, so dass viel Wasser verdunstet. Kübel aus anderem Material können günstiger sein. Außerdem sollte die Größe der Kübel ausreichend sein, so dass der Wurzelballen von viel Erdreich umgeben ist, das nicht so schnell austrocknet. Mit solchen Maßnahmen kann man im Garten Wasser sparen und sich auch die Aufgabe des Gießens erleichtern.

 

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